Presse

Bericht "Kreis-Kurier" vom  17.08.2000 über das anstehende Schützenfest:


Schützenfest Südkirchen der Schützenbruderschaft St. Pankratius 1663

Grünröcke übernehmen das Regiment

Schützenfest vom 18. bis 21. August
Nun noch wenige Tage regieren Michael Hügemann und Barbara Kiene die Südkirchener Schützen. Beim Vogelschießen am Montag wird dann das neue Königspaar erkoren.

Wie immer haben sich die Südkirchener Schützen viel einfallen lassen. Besonderer Anlass in diesem Jahr ist das 25-jährige Bestehen der Kanoniergruppe um Josef Quante und Bernhard Hörstrup.

Das diesjährige Schützenfest in Südkirchen wir das letzte Fest sein, dass Pfarrer Josef Lammerding als Präses der Schützenbruderschaft St. Pankratius begleitet. Er wird am Montag im traditionellen Schützengottesdienst von der Gemeinde verabschiedet. 13 Jahre übte der engagierte Pfarrer das Amt des Präses aus.

Die Feierlichkeiten zum Schützenfest beginnen traditionell am Freitagabend um 19 Uhr mit dem Antreten der Schützenbrüder auf der Hauptstraße mit Löhnungsappell und Böllerschuss, was nichts anderes bedeutet, als nun die Wertmarken käuflich erworben werden können. Dann geht es zum Tanz in das Festzelt.

Der Sonntag beginnt mit dem großen Festumzug durch das Dorf und der traditionellen Kranzniederlegung und Totenehrung am Ehrenmal.

Musikalisch geht es dann weiter beim Platzkonzert und anschließenden Festball ab 19.30 Uhr.

Am Montag wird es dann richtig spannend, um 9.15 Uhr beginnt das Vogelschießen, der neue König wird am Abend ab 20 Uhr beim großen Festball mitsamt Hofstaat vorgestellt. Für den guten Ton sorgt hier die "Tequila Sunrise Band".




Kanoniere seit 25 Jahren im Dienst

Gründungsmitglieder immer noch dabei

Schützenfest in Südkirchen, im Morgengrauen des Schützenmontags versammeln sich einige gestandene Männer: Um 6 Uhr schallt ein gewaltiger Böllerschuss durch Südkirchen und "schmeißt" alle Schützen (und vermutlich auch alle anderen Südkirchener) aus ihren gemütlichen Betten. Seit 25 Jahren ist die Kanoniergruppe der Schützenbruderschaft St. Pankratius unter anderem für das Wecken der Schützen am Montagmorgen zuständig. 1975 weihte man die erste Böllerkanone "Pankratz" ein. Kanoniere waren damals Josef Quante und Bernhard Hörstrup, gebaut wurde sie von Felix Tewes und Josef Quante. Böllerschützen hat es in dem seit 1663 bestehenden Verein immer gegeben, zumindest soweit die schriftlichen Aufzeichnungen zurückreichen. Die etwa 1960 ausgeliehenen kleinen Böllerkanonen, gegen Ende des 19. Jahrhunderts von den Junggesellen der Bruderschaft gestiftet, wurden bis heute nicht zurückgegeben. Daher fiel auch die Festeröffnung mit Böllerschüssen bis 1975 aus.

1975 stellte dann Josef Quante in der Generalversammlung den Antrag für den Bau einer neuen Böller-Kanone und Gründung einer eigenen Kanoniergruppe. Noch im gleichen Jahr leitete die neune Kanone, auf den Namen "Pankratz" getauft, das Schützenfest ein. Betrieben wurde die Kanone mit Sauerstoff und Acetylen, eine Mischung, dien in den 80er Jahren für Böllerkanonen verboten wurde. Denn sie erzeugte einen derart hohen Ton, dass es zu Hörschäden kommen konnte. Zwar ist in Südkirchen nie etwas derartiges vorgefallen, man hielt sich aber an die neuen Richtlinien. So kehrte man zum Schwarzpulver zurück. Thomas Quante, Josef Quante und viele Freunde und Gönner waren "Vater" der neuen Kanone, die nach Vorbildern aus dem 17. und 18. Jahrhundert gebaut wurde. Die Kanone wurde vom Bundesbeschussamt in Karlsruhe abgenommen und wird alle fünf Jahre dem TÜV vorgeführt. Drei Kanoniere der insgesamt neunköpfigen Kanoniergruppe absolvierten einen Schwarzpulver-Lehrgang in der Dülmener Kaserne, denn Sicherheit wird auch bei den Südkirchener Schützen ganz groß geschrieben.